Mobile automatisierte Verkehrsdatenerfassung (ODEFIS)

Ortsveränderliches Fahrzeugidentifikations- und Klassifizierungssystem

Unter dem Projektkürzel ODEFIS (Ortsveränderliches Fahrzeugidentifikations- und Klassifizierungssystem) entwickelten wir ein neues mobiles Messsystem zur Verkehrs- und Fahrzeugdatenerfassung im fließenden Verkehr mit einer Genauigkeit von 8+1 Fahrzeugklassen.
Es wurde in einem FuE-Verbundprojekt im Rahmen der FuE-Verbundprojektförderung des Freistaates Sachsen mit Förderung durch die Sächsische AufbauBank (SAB) gemeinsam mit dem Projektpartner Zentrum für Angewandte Forschung und Technologie e.V. (ZAFT) an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden entwickelt und gebaut.

Leistungsbeschreibung

Aufgabe der ifn Projekt GmbH gemeinsam mit dem Wissenschaftspartner war die Entwicklung und Verifizierung des mobilen ortveränderlichen Messsystems zur 8+1 Fahrzeugklassifizierung. Dieses kann unabhängig von Umwelteinflüssen arbeiten und zeichnet sich durch einen skalierbaren Aufbau gemäß den jeweiligen Messanforderungen am Einsatzort aus.

Das System zeichnet sich neben seiner Kosteneffizienz, zum Vorteil für die jeweiligen Auftraggeber, durch deutliche Gewinne hinsichtlich der Genauigkeit, Mobilität und Energieeffizienz aus.

Durch die Verwendung der Laserscannertechnik (LIDAR) wurde eine deutliche Verbesserung der Genauigkeit und Klassifizierungstiefe erreicht. Es wurde ein Auswertungs-Algorithmus für die Fahrzeugklassifizierung 8+1 entwickelt und verifiziert. Mit dem Einsatz eines auf 3.5G basierenden Funkmoduls sowie eines GPS Moduls werden folgende Daten übertragen:

• Kenngrößen (Anzahl, Geschwindigkeit, Länge, Höhe, Typ, Zeitstempel)
• Servicegrößen (Akkustand, Konnektivität, Systemstatus)

sowie die folgenden Funktionen gewährleistet:

• bidirektionaler Zugriff zur Parametrierung
• Positionsortung
• Diebstahlschutz durch die Errichtung eines Geozaunes

Das Messgerät detektiert vor Ort die Kennwerte und speichert diese im internen Speicher des Masters. In definierbaren Übertragungsintervallen werden die Kennwerte an einen zentralen Server gesendet. Die Kommunikation erfolgt über das Mobilfunknetz via UMTS/HSDPA bzw. GPRS bei einer unzureichenden Netzabdeckung. Der Server nimmt die Daten entgegen und speichert diese ab.

Eigenschaften der Hardware

  • Bruchfestigkeit
  • Wasserdichtigkeit
  • Staubresistenz
  • automatischer Druckausgleich
  • ein angepasstes Kühlkonzept
  • eine sichere Energieversorgung durch 12V Gleichspannung

Verarbeitung der Rohdaten und Initialisierungsprozess

Die entwickelte proprietäre Firmware zur Verarbeitung der Rohdaten des LIDAR-Systems wird auf einem Konzentrator installiert und automatisiert beim Initialisierungsprozess gestartet. Dabei werden die Rohdaten vom LIDAR über die Ethernet-Schnittstelle des Konzentrators empfangen. Ein ressourcenschonender Mikroprozessor analysiert und verarbeitet die Informationen in Echtzeit.

Die zweite entwickelte proprietäre Firmware stellt beim Initialisierungsprozess die Verbindung zum Internet über das Mobilfunknetz (GPRS, EDGE, UMTS) her.
In konfigurierbaren Intervallen wird die temporäre Datenbank des Konzentrators nach neuen Datensätzen abgefragt. Anschließend erfolgt die Übertragung der Daten an einen zentralen Server.

Webapplikation

Um die Daten in ein geeignetes Anzeigeformat zu bringen, wird eine Webapplikation mit einer webbasierten Benutzeroberfläche genutzt.

Folgende Tabellen können visualisiert werden:

• Fahrzeugklassifizierung in 8+1 Fahrzeugklassen
• Kennwertberechnung
• Längenklassen
• Geschwindigkeitsklassen
• ø tägliche Verkehrsstärke und Anteil des Schwerlastverkehrs

Weitere Einsatzmöglichkeiten

  • Überprüfung von Streckenverboten (Geschwindigkeitsüberschreitung, Überholverbote)
  • Überprüfung von Baustellen
  • Geschwindigkeitskontrollen an Gefahrenstellen
  • Berechnung des Fahrbahnbelages nach dem tatsächlichen Verkehrsaufkommen

Zur Abfrage von Einsatzangeboten des neuen innovativen Verfahrens und der skalierbaren technischen Einsatzvariante nutzen Sie bitte den folgenden Link:
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Finanziert aus Mitteln der Europäischen Union und des Freistaates Sachsen